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Institut für Entrepreneurship & Innovation - GründerUni Bayreuth

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Emergo Entertainment

Carl-Philipp Hellmuth und Paul Redetzky gründeten 2019 während ihres Studiums an der Universität Bayreuth zusammen Emergo Entertainment. Die Beiden transferieren ihr Know-How aus Spieleentwicklung auf 3DAnwendungen für die Industrie. Zusammengenommen waren sie bereits an über 30 Games- und Software-Projekten beteiligt. Uns erzählen sie hier von ihrer Gründungsmotivation und -geschichte... 

Gründungsgeschichte

Die Idee ein Unternehmen zu gründen, hatten wir bereits vor Start unseres Master-Studiums. Es war ein Ziel, im Laufe des Studiums die Ausgangsposition für den Aufbau des Unternehmens zu verbessern. So fanden wir uns bereits im ersten Semester (Winter 2017/18) in einer Projektgruppe zusammen und setzten ein freies Projekt um. Dieses war ein Prototyp eines Spiels, den wir auf der Entwickler-Messe „Quo Vadis“ in Berlin ausstellten. Da die Zusammenarbeit hier gut funktionierte, entschieden wir, weiterzumachen und arbeiteten im Laufe unseres Studiums gemeinsam an unserem Abschlussprojekt und im Projekt „Kultur Unternehmen“ der Projektgruppe „Entrepreneurship 4 All“.

Noch während des Studiums wurden wir Mitglied beim BF/M-Bayreuth und begannen uns ein Netzwerk in der oberfränkischen Industrie aufzubauen, auch wenn dies durch die Corona-Pandemie weiterhin nicht einfach ist.
Ende 2020 / Anfang 2021 schlossen wir unseren Master ab und können dank einer Förderung durch den Film Fernseh Fonds Bayern die Selbstständigkeit mit vollem Commitment angehen.

Was war das ausschlaggebende Ereignis und die Motivation zur Gründungsidee?

Die Motivation zu gründen, ist ein nachhaltiges Games-Studio aufzubauen, mit dem man die eigenen Ideen umsetzen kann. Dabei wollen wir unser vielseitiges Interesse für technische Themen mit unserer Leidenschaft für Spiele-Entwicklung kombinieren. Das ausschlaggebende Ereignis für die Konstellation Emergo Entertainment war das erfolgreiche Ausstellen eines Spiele-Prototypen auf der Spiele-Entwickler-Messe „Quo Vadis“.

Was ist die Vision von Emergo Entertainment und wie sehen die nächsten Schritte aus?

Unsere Vision ist, mit Emergo Entertainment ein nachhaltiges Games Unternehmen aufzubauen, das die Technologie und das Know-How aus der Videospiel-Produktion über die Grenzen des Entertainments hinaus einsetzt. Wir glauben, dass Videospiele das Medium des 21. Jahrhunderts sind und dass interaktive Visualisierungen (wie es Computerspiele sind) sich in allen Bereichen der Gesellschaft und Wirtschaft als Medium etablieren werden. Das gleiche Phänomen war im 20. Jh. mit Filmen & Radio zu beobachten. Emergo Entertainment wird wie eine Film-Agentur für Videospiele. Wir glauben, dass der Standort Bayreuth großes, ungenutztes Potenzial in diesem Bereich hat, da es hier eine starke Games-Ausbildung aber keine Games-Industrie gibt.

Welche Gründungs-Erfahrungen und –Weisheiten können Sie an Interessierte (v. a. Studierende) weitergeben?

Lasst euch nicht von einzelnen Rückschlägen und Schwierigkeiten entmutigen. Gründen ist eine Achterbahnfahrt aus Emotionen und man braucht ein dickes Fell, um durchzuhalten.
Außerdem kann man nie früh genug mit dem Netzwerken anfangen. Die effektivste Methode unserer Erfahrung nach ist ehrliches Engagement. Engagiert euch für Organisationen / Veranstaltungen, die zu eurem Feld passen und es werden sich Gelegenheiten ergeben.

Was waren die größten Hürden und wie haben Sie diese gemeistert? 

Gefühlt ist die größte Hürde immer die, die gerade vor einem liegt. Die Förderung des Film-Fernseh-Fonds Bayern zu sichern, war für uns ein großer Schritt.

Wie hilfreich war/ist ein Netzwerk für ihre Gründung?

Netzwerk ist alles. Nur durch ein Netzwerk kann langfristig Inbound-Akquise betrieben werden. Beim Netzwerken ist wichtig, nicht zu viel nach „oben“ (d.h. zu potenziellen Kunden, Geldgebern, Business Angels etc.) zu netzwerken sondern eher nach „unten“ oder auf gleicher Ebene zu arbeiten (engagiert euch für Kommilitonen, jüngere Semester ect.). Kontakte die ihr jetzt knüpft, können euch in zwei oder drei Jahren den entscheidenden Deal sichern.

Gab es Angebote der Uni die Ihnen weitergeholfen haben? – Welche hätten Sie sich noch gewünscht?

Die Kurse Entrepreneurial Thinking and Business Design sowie Business Developing haben uns als Technikern geholfen, in die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Selbstständigkeit einzusteigen.


Verantwortlich für die Redaktion: Sonja Schug

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